Fahrbericht Weinsberg Carabus

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Unser Weinsberg Carabus 631 ME ist ein ausgebauter Kastenwagen und basiert auf dem Fiat Ducato der Serie III (Typ 250/290).

Ducato17Das ‚Maxi‘-Fahrwerk muss extra bestellt werden, lohnt sich aber: die Standardbereifung mit 15-Zoll Felgen ist meines Erachtens unterdimensioniert. Mit den 16-Zoll Felgen des ‚Maxi‘ liegt der Ducato gut auf der Straße und auch optisch passen die Räder besser. Wem das noch zu wenig ist, kann bis auf 18-Zoll aufrüsten. Neben den größeren Räder sprechen auch die größere Bremsanlage, verstärkte Federn und das erhöhte zulässige Gesamtgewicht von 3500 kg -statt 3200 kg- für dieses Fahrwerk. In Foren wird über eine zu harte Hinterachse und durchknallende Vorderrad-Federn berichtet, ich kann beides bedingt bestätigen – z.B. bei großen Schlaglöchern in Südeuropa. Ein Sänfte ist der Ducato nicht.

Ducato16Der Ducato ist im Modelljahr 2015 als Turbodiesel mit 115, 130, 150 und 180 PS zu haben. Wir haben uns für die 130 PS – Variante entschieden, die ein gutes Preis- /Leistungsverhältnis bietet und haben es nicht bereut. Bei Ampelsprints in der Stadt, in den Bergen und auf der Autobahn ist man ausreichend schnell unterwegs. Wir reisen statt rasen, aber es fällt auf, dass man in der Stadt ohne Mühen manchen PKWs davonfährt. Auf der Autobahn kann man ganz entspannt bei 130 km/h den Tempomat aktivieren. In Frankreich mit seinem 130er Tempolimit ist man damit eher auf der Überholspur unterwegs, in der Schweiz und Italien sowieso. Man kann auch schneller fahren, kurzfristig 150 km/h habe ich schon ausprobiert, die Höchstgeschwindigkeit bisher noch nicht. Wie gesagt: reisen statt rasen. Der Motor ist dabei sehr leise. Beim Sprint hört man den Turbo pfeifen, auf der Autobahn rauscht ab Tempo 100 das Dachfenster, der Motor ist dann im 6. Gang gar nicht mehr zu hören.

Apropos 6. Gang: das Automatikgetriebe wollten wir nicht mehr missen. Das manuelle Kuppeln und Schalten entfällt und ermöglicht so ein lässiges Cruisen. Wer möchte, kann jederzeit auch manuell in die Schaltvorgänge eingreifen, wir hatten bisher nicht das Bedürfnis. Der bisherige Verbrauch liegt zwischen 9 und 11 Liter, mit dem 120 Liter Tank (kleiner Aufpreis, Standard ist 90 Liter) kommt man damit recht weit:

Ducato1Aus diesem Tank bedient sich auch die 6 KW Diesel-Standheizung, die wir wirklich empfehlen können. Die Heizung spricht schnell an, in wenigen Minuten ist der Innenraum von winterlichen 5 Grad auf 22 Grad erwärmt und der 15 Liter Warmwasserboiler auch. Die Heizleistung wird über einen kleinen Thermostaten reguliert, wie zuhause am Heizkörper, stufenlos von 1-5. Im Winter steht er tagsüber auf 2 1/2 (22 Grad), nachts auf 2 (19 Grad). Stufe 5 haben wir bisher nicht ausprobiert, das ist vermutlich der Sauna-Modus. Die Heizung ist innen kaum hörbar – bei der Aufheizphase von kalt auf 22 Grad rauscht es allerdings. Wenn die Temperatur erreicht ist, vernimmt man allenfalls ein sehr leises Säuseln, vor allem im Badezimmer. Dort ist auch ein leises Ticken zu vernehmen. Außen, vor allem im Bereich des Kamins ist das Säuseln / Ticken lauter zu hören. Das Tolle an der Dieselheizung ist gegenüber der Standard-Gasheizung: keine Gedanken mehr an Gasflaschentausch, insbesondere im Ausland.

Ducato23Ein schöner Nebeneffekt: im Gasflaschenfach mit Platz für 2 x 11 kg Gasflaschen ist Platz für andere Utensilien, weil wir nur 1 Flasche brauchen. Da unser Kompressor-Kühlschrank ebenfalls kein Gas benötigt, verwenden wir dieses nur zum Kochen. Die 11 kg halten dafür sicher sehr lange. Vielleicht verwenden wir als nächstes eine 5kg-Gasflasche, dann gibt es noch mehr Platz im Fach – mal sehen.

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Unter dem großen Heckbett befindet sich neben dem Gasflaschenfach und dem Frischwassertank ein recht großer Stauraum für Campingmöbel, Vorräte etc.
Ducato18Beim Rückwärtsfahren muss man sich an den beiden großen Außenspiegel orientieren, direkt hinter das Auto sieht man nicht. Die Rückfahrpiepser sind da hilfreich. Apropos Piepser: der Ducato fiept auch außen beim Rückwärtsfahren, wie man es von großen LKWs oder Baumaschinen kennt. Der Fiiiieeep-Ton ist ziemlich unangenehm und beim nächtlichen Rangieren auf Stellplätzen macht man sich damit nicht unbedingt Freunde. Auf der anderen Seite ist so ein Rückfahrtwarner auch ein Sicherheitsfeature, so dass wir beschlossen haben, diesen zunächst nicht abzuklemmen.

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Mit einer Länge von 6,36m passt der Weinsberg Carabus 631 ME nicht auf alle PKW-Parkplätze, das ist der Preis für das ordentliche Platzangebot im Innern. Ich würde das Fahrzeug deshalb nur bedingt als alltagstauglich einstufen. Für die tägliche Fahrt zur Arbeit und zum Einkaufen, insbesondere in Städten, wäre es mir zu groß. Dafür haben wir es aber auch nicht gekauft. Auf kleinen PKW-Parkplätzen steht man schon mal über:

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Die Fenster im Wohnraum sowie die beiden Hebe- /Kippfenster im Dachbereich sind serienmäßig mit Fliegengitter und Rollos ausgestattet. Für die vorderen Scheiben kann man ebenfalls Rollos bestellen, wir haben uns jedoch für die klassischen Matten entschieden, welche bei Bedarf mit Saugnäpfen befestigt werden. Die Anbringung geht ruckzuck und die Isolierung im Winter ist recht gut.

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Ein Nachteil des Ducato gegenüber Mercedes Sprinter und VW Crafter ist der Frontantrieb. Nicht auf normalen Straßen, da fährt sich der Fiat ausgezeichnet. Problematisch wird es im Gelände. Die Berichte, wonach frontgetriebene Camper a la Ford, Citroen, Peugeot oder eben Fiat morgens nicht mehr von der nassen Wiese runterkommen sind zahlreich. Da wir die letzten Monaten bereits auf einigen dieser besagten Wiesen standen und nie Probleme hatten, wurde ich mutiger: immerhin haben wir ASR und das große Fahrwerk mit recht grobstolligen Ganzjahresreifen.  So machte ich mir nur bedingt Gedanken, als wir abends auf einer leicht abschüssigen, moosige Wiese parkten und es die ganze Nacht regnete. Tatsächlich ging aber am nächsten Morgen nix mehr: die Wiese wuchs, wie sich herausstellte auf einem fiesen Lehmboden, die Reifen drehten durch wie auf Schmierseife und gruben sich bei jeder Umdrehung immer mehr in den Lehm ein. Ein Unterlegen mit Brettern und Steinen brachte nichts. Glücklicherweise war ein Freund in der Nähe, der uns mit dem PKW rausziehen konnte: Danke Klaus!

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Da Klaus aber nicht immer dabei ist und der ADAC Bergungsaktionen nicht bezahlt, wenn es sich nicht um einen offiziellen Parkplatz handelt, haben wir unsere Ausrüstung nun ergänzt um 1. ein Abschleppseil, falls jemand helfen kann, 2. Anfahrmatten, die wie Sandbleche unter die Reifen zu legen sind und 3. Schneeketten, welche bei Lehm wohl die vielversprechenste Lösung darstellen. Toll wäre, wenn wir alles niemals brauchen, wenn doch, werde ich berichten 😉

Das Bedienelement ist recht simpel gehalten, erfüllt aber seinen Zweck. Links können die Füllstände der Fahrzeug- und Wohnraumbatterie sowie des Frischwassertanks abgerufen werden – in den Abstufungen ‚Voll, 2/3, 1/3 und Leer‘. Beim Frischwassertank steht die Anzeige verdächtig lange auf 2/3 – hier sind digitale Anzeigen vermutlich genauer. Rechts wird der Strom, die Wasserpumpe und die Heizung des Abwassertanks geschaltet. Darunter ist der Thermostat für die Standheizung und den Warmwasserboiler. Der silberne Doppelschalter daneben ist für die Deckenbeleuchtung zuständig.BusDisplay

Wobei der linke Schalter die Beleuchtung hinten anknipst und der rechte die Beleuchtung vorne. Intuitiv würde man das umgekehrt vermuten. Vielleicht wurde beim Einbau geschlampert? Eigentlich finden wir das aber witzig und wollen es so lassen.

Der Kompressorkühlschrank ist rückenfreundlich in Sichthöhe eingebaut. Ein Nachteil dieser Bauweise ist sicher, dass der Kompressor bei heissem Fahrzeug mehr zu tun hat, als wenn sich  der Kühlschrank in der kühleren Bodennähe befinden würde. Da bei einer Sommerhitze jedoch auch unser Solarpanel sehr fleissig ist, kümmert uns das wenig. Die Inneneinteilung könnte besser sein: das Eiswürfelfach ist rießig, das Gemüsefach winzig – da würden wir gerne tauschen. Eventuell muss aber der Gefrierfach bauartbeding so groß sein? Falls nicht, sollte sich der Kühlschrankdesigner da nochmal Gedanken machen.

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Viele Kastenwagen sind derzeit mit einem ‚Raumsparbad‘ ausgestattet: dieses teilt sich den Platz mit dem Flur bzw. der Küche durch eine runde Rollo- oder Schiebetüre . Das wollten wir auf keinen Fall und war eines der Kaufargumente für den Weinsberg-Ausbau. Unser Carabus verfügt über eine feste, separate Nasszelle für WC, Waschbecken und Dusche. Serienmäßig jedoch über kein Fenster sondern lediglich über einen kleinen Kaminabzug an der Decke. Das Zubehör ‚WC-Fenster‘ (sowie das Zubehör ‚Verdunkelungsrollo für WC-Fenster) lohnt sich auf jeden Fall.

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Nun noch einen Blick in den vorderen Bereich des Carabus, hier ist alles serienmäßig – nur der Profi wird den Automatik-Schaltknauf entdecken.

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Und nach hinten mit Blick auf die Küche links, die Nasszelle rechts und zu den Betten geradeaus.

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Die Fahrgeräusche sind auch bei hohen Geschwindigkeiten erfreulich gering, der Motor ist im 6.Gang praktisch gar nicht mehr zu hören. Am lautesten sind die Windgeräusche am vorderen Dachfenster, da dieses über eine Zwangsentlüftung verfügt. Es gibt Gummis als Zubehör zu kaufen, mit denen die Fenster dicht und damit leise gemacht werden können. Aber damit ist die Zwangsentlüftung auch weg, die beim Kochen etc. durchaus ihren Sinn hat. Wir haben uns deshalb für eine einfach anzubringende Alternative entschieden: ein 50×50 Kissen wird mit zwei dünnen Latten im Dachfenster fixiert – wenn wir über längere Zeit auf der Autobahn unterwegs sind. Damit sind die Windgeräusche vollkommen verbannt. Ansonsten wird das Kissen auf der Sitzbank als Kissen genutzt, die beiden Latten finden Platz in einem der Hängeschränke.

BusHekidicht

Damit es im Winter zu keinen Frostschäden kommt, wird das Frischwasser bei einer Innenraumtemperatur von 3 Grad automatisch abgelassen. Das entsprechende Ventil befindet sich im hinteren Wagenteil und ist vom Wohnraum aus zugänglich – bei anderen Ausbauten befindet sich das unpraktischerweise oft in der Heckgarage – und damit hinter Campingmöbel etc. Beim Weinsberg Carabus ist das Ventil gut zugänglich. Mit einem Druck auf den unteren Knopf schließt man das Ventil, mit dem oberen Schalter kann man das Ventil manuell öffnen.

Wasserventil

Wir haben als Zubehör eine MT-Solar-Komplettanlage der CIS Linie mit einem 80Wp-Modul vom Händler einbauen lassen. Die CIS-Linie ist laut Hersteller unempfindlicher gegenüber Teilabschattung und verfügen über ein sehr gutes Schwachlichtverhalten. Am Solarregler sind sowohl die Wohnraum- als auch die Starterbatterie angeschlossen.

Januar 2016: In 14 Monaten haben wir 18.000 km zurückgelegt. Der Verbrauch schwankt nach wie vor zwischen 9 und 11 Litern. Den geringsten Durchschnittsverbrauch haben wir regelmäßig in der Schweiz mit rund 9,5 Litern: dort darf man auf Autobahnen nur 120 fahren und in den Tunnel 100. Und es gibt sehr, sehr viele Tunnel in der Schweiz 😉 Bei 90 km/h nimmt der Ducato unter 7 Liter. Ein Tempo, mit dem wir mit unserem James Cook meistens unterwegs waren – nun aber eher selten. Im reinen Stadtverkehr liegt der Verbrauch bei knapp 11 Liter und bei Geschwindigkeiten von über 130 km/h geht der Verbrauch ordentlich nach oben – was wir aber auch selten fahren.

Richtige Defekt gab es bisher keine. Eine Abblendlicht-Birne war kaputt, einige Schrauben an den Türaufhängungen haben gerostet und wurde ausgetauscht, ein Schließer an einem der Schränke war etwas hakelig und wurde ersetzt. Einmal ging die Schließanlage per Fernbedienung nicht mehr. Mit einem Reboot der Bordelektrik (Trennen vom +Pol der Starterbatterie) konnte dieser Fehler behoben werden.

Auf unserer Spanienfahrt gab es Probleme mit der Kapazität der Aufbaubatterie. Nach einigen Standtagen an einer schönen Bucht schaltete sich der Kühlschrank aus, um die Batterie nicht tiefzuentladen. Um künftig mehr Reserve zu haben, tauschten wir im Februar 2016 die serienmäßig Bosch 90 Ah – Bleibatterie gegen zwei Winner AGM 90 Ah Batterien aus. Diese sind wartungsfrei und passen mit einem entsprechenden Adapter unter den Fahrersitz des Ducato. Um den Ladezustand der neuen Bordbatterien und die Ladeleistung des Solarpanels überwachen zu können, haben wir außerdem eine Solarfernanzeige eingebaut. So können wir künftig des ‚Ertrag‘ des Solarpanels bequem ablesen – und ggf. entscheiden, ob ein weiteres Panel sinnvoll ist (* sh. März 2017).

Wenn man an den Kofferraum möchte, blickt man auch in das darüber liegende ‚Schlafzimmer‘. Um hier mehr Privatsphäre zu schaffen, haben wir rechts und links zwei kleine Haken angebracht, an welche wir eine Decke hängen können. Das Bett ist so auch vor Regen und Staub geschützt, wenn man die Hecktüren öffnet.

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Februar 2017: Nach gut 2 Jahren und rund 30.000 km sind wir im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit unserem Camper. Obwohl die erste Inspektion erst nach 48.000km fällig ist, haben wir diese bereits im letzten Sommer machen lassen. Der Motor bekam frisches Öl und alles wurde durchgecheckt – eine Mangel wurde nicht gefunden.

Die Raumaufteilung hat sich für uns als perfekt erwiesen. Lediglich an den hinteren Teil des Kofferraums kommt man von den Hecktüren aus schlecht ran. Und vom Wohnraum aus versperrt ein dekoratives Brett den Zugang. Wir haben dieses Brett recht pragmatisch einfach ausgebaut und durch ein Tuch ersetzt. Da sich das Ganze ein Stück unter dem Bett befindet, fällt es gar nicht weiter auf – man kommt so aber nun sehr gut von innen an den großen Stauraum. Dort haben wir nun eine große Kiste stehen, in der wir meist Gemüse oder sonstige Lebensmittel aufbewahren. Dieser Bereich ist nämlich auch im Somme recht kühl und wir nennen ihn nun ‚Keller‘ 🙂20170208_143345951_ios

Der Ausbau schwächelte nur an wenigen Punkten. Diese sind für Weinsberg typisch und werden im Kastenwagenforum http://www.kastenwagenforum.de ausführlich diskutiert. Einer davon sind die Auszugsleisten der Küchenschubladen: die sind im Prinzip ok, werden aber in der Regel vom Werk aus mit zu kleinen und zu wenigen Schrauben festgemacht. So lockern sich die Auszüge und das sieht dann so aus:

20170207_150432824_iosDas ist nicht nur unschön, sondern irgendwann funktionieren die Verschlüsse auch nicht mehr. Wir haben die Auszüge vom Schreiner überholen lassen: mit größere Schrauben, mehr Schrauben und alles wurde ordentlich fixiert:

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Die Badezimmertüre wird serienmäßig durch ein winziges Plastikband daran gehindert, zu weit nach hinten aufzuschlagen. Es ist eine Frage der Zeit, dass dieses Bändchen bricht, bei uns waren es knapp 2 Jahre:

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Die Aufgabe des Plastikbändchens übernimmt nun ein Rolladengurt:

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Die beiden Lattenroste des großen, sehr bequemen Doppelbettes liegen oben und unten auf  einer Holzleiste, die widerrum rechts und links mit Eisenwinkel auf den Holzmöbel liegt. Diese Eisenwinkel sind von schlechter Qualität und völlig unterdimensioniert. Sie verbiegen sich mit der Zeit und irgendwann würde die Holzleiste mitsamt der Roste runterknallen:

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Wir haben einfach eine stabile Latte aus Stahl draufgeschraubt – nun verbiegt sich nichts mehr.

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März 2017: Wir haben die Leuchtmittel der 3 Spots an der Essdinette und an den Betten von Halogen auf LED ausgetauscht, um Strom zu sparen. Die kleine LED-Lichterkette rechts im Bild haben wir übrigens mal für wenige € in Spanien gekauft und wird von 2 Mignon-Batterien gespeist, die richtig lange halten. Die Kette ist ideal, wenn man frei steht und nicht so viel Licht im Fahrzeug haben möchte.

Bei den Lampen an der Küchenzeile und im Bad war eine Umstellung auf LED nicht möglich, da diese über eine Leuchtröhre verfügen. Unser Händler hat uns dafür ein gutes Angebot für einen Lampentausch gemacht – jetzt haben wir auch hier LED-Licht.

Die im letzten Jahr eingebaute Solarfernzeige registierte bei Sonnenschein einen Ertrag zwischen 4 Ah (Winter in Deutschland) und 50 Ah (Sommer in Südfrankreich). Es gibt also eine sehr große Spannweite. Oft war der Verbrauch, insbesondere durch den Kühlschrank, höher als der Solarertrag. Um dieses Verhältnis zu verbessern, haben wir ein weiteres 80 Wp – Solarpanel der CIS-Linie auf das Dach bauen lassen. Mal schauen, wie wir damit zurechtkommen.

In die große Heckgarage habe ich zwecks besserer Unterteilung zwei Regalbretter zu einem T zusammengeschraubt. Sicher gibt es hier hübschere Lösungen, aber für meine handwerklichen Talente ist das Ergebnis respektabel. Und es erfüllt seinen Zweck: die Liegen haben jetzt ihren festen Platz und nichts rutscht mehr nach, wenn man sie rausnimmt.

Juli 2017: Nach rund 2,5 Jahren und 35t km haben die beiden Vorderreifen (Continental Vanco Four Season 2) ein Restprofil von 3-4mm, hinten sind es gute 8mm. Der Plan ist, 1 Reifen zu kaufen und den anderen gegen das neuwertige Reserverad auszutauschen – und somit günstig für weitere rund 35t km ordentliche Reifen zu haben. Ganz so günstig wurde das allerdings nicht: beim Versuch, das Reserverad vom hinteren Wagenbogen runterzulassen, machte die Mechanik „knackknackknack…“, es tat sich aber nichts. Meinem freundlichen Fiat-Händler war dieses Problem nicht unbekannt, die Mechanik wurde ausgetauscht. Seit einigen Monaten gibt es dafür eine neue Teile-Nr., ein Indiz, dass Fiat dort etwas geändert hat – hoffentlich verbessert. Reinschauen kann man in das gekapselte Ding nicht. Erfreulich: Fiat hat 70% der Reparaturkosten von rund 220€ übernommen, wir haben darauf wieder 2 Jahre Garantie – und immerhin mussten wir den Defekt nicht bei einer Reifenpanne feststellen. Nun drücken wir die Daumen, dass die neue Mechanik viiiel länger hält.

Eine langfristige Messung ergibt derzeit einen Durchschnittsverbrauch von 9,5 Liter Diesel / 100 km.

 

Ich werde diese Fahrzeugbeschreibung nach und nach ergänzen…

 

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6 Antworten zu Fahrbericht Weinsberg Carabus

  1. Michael schreibt:

    danke für den schönen Bericht

  2. Johannes Gräf schreibt:

    Finde den Bericht auch schön und freue mich auf eine Fortsetzung! johnny

  3. Tom schreibt:

    Danke und Gruß von einen Carabus 541 Fahrer aus Köln…
    Tom

  4. Hans schreibt:

    Tolle Beschreibung aus Nutzersicht. Eine Forstsetzung wäre klasse.

  5. Sylvia Coleman schreibt:

    Das war eine gute Einführung für mich als Neuling. Ich wünsche euch weiterhin gute Fahrt.
    Gruß Sylcia

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