Zugspitze Dezember 2017

Dieses Jahr fahren wir in den Winterferien nicht Richtung Süden, sondern besuchen den höchsten Punkt Deutschlands, die Zugspitze.

Auf dem Weg dorthin legen wir einen Zwischenstopp am Bodensee ein, dieser hat zu allen Jahreszeiten seine Reize.

Ein Vorteil der kalten Jahreszeit: es rennen nicht so viele (andere) Touris rum 🙂

Zur Übernachtung wählen wir den Wohnmobilstellplatz in Überlingen. Dieser wurde vor kurzem neu angelegt, nebenan auf dem alten Platz entsteht gerade ein großer Edeka-Markt. Der neue Platz ist funktional, die Ver- und Entsorgungsstation gut gelöst, der Preis im Winter mit 6€ günstig (im Sommer 10€). Allerdings dürfte es im Sommer hier gut voll werden.

Der See und die nette Altstadt von Überlingen sind einen guten Kilometer und einige Höhenmeter von Stellplatz entfernt.

Am nächsten Tag fahren wir weiter über die schwäbische Alb in Richtung Zugspitze. Kaum haben wir den Bodensee verlassen, fängt es heftig an zu schneien. Ruckzuck sind die Straßen vereist und mit einer dicken Schneeschicht versehen. Rechts und links der Bundesstraße B12 liegen Fahrzeuge im verschneiten Acker, die ersten Unfallautos werden abgeschleppt. Unser Ducato hält sich mit seinen Ganzjahresreifen tapfer auf der Straße, wir beschließen aber den nächsten Stellplatz anzufahren, den finden wir in Wangen:

Der Platz ist gut besucht und voller Schnee, wir bekommen aber einen Platz mit Strom. Der ist für das Wintercampen wichtig, da unsere Solarpanel nur wenig Ertrag bringen, bzw. gar keinen, wenn sie zugeschneit sind. So sind wir gut versorgt, die Dieselstandheizung brummt und wir haben bei einer Außentemperatur von Minus 10 Grad innen angenehme Plus 22 Grad – bei Stufe 3 des fünfstufigen Heizungsthermostats.

Der Stellplatz kostet 13,20€, das ist eigentlich zuviel, auch wenn der Strom gratis ist. Wangen im Allgäu hat eine hübsche historische Altstadt:

Dort muss man unbedingt zum Fidelisbäck: die Backwaren sind äußerst lecker und es gibt als Spezialität einen Leberkäs aus dem Brotbackofen. Zum Mitnehmen und zum dortigen Verzehr in der urigen Gaststube.

Am nächsten Tag lässt der Schneefall nach, die Straßen sind weitgehend geräumt und wir fahren vorsichtshalber nicht weiter auf der B12, sondern über die Autobahn Richtung Zugspitze. Bei unserer Ankunft auf dem Wohnmobilstellplatz in Grainau haben wir Kaiserwetter.

Wir hatten den Platz für 5 Tage vorgebucht, durch unseren Zwangsstopp im Allgäu verbleiben uns noch 4 Tage. Wir müssen auch nur diese bezahlen, das ist sehr freundlich vom Camping-Resort. Inklusive Kurtaxe und Umweltabgabe bezahlen wir 24,60€ pro Nacht, dafür können alle Einrichtungen des Campingplatzes genutzt werden. Außerdem erhält man die GrainauCard mit dieser fahren wir kostenlos mit den blauen Busse und der Zugspitzbahn zwischen Garmisch-Partenkirchen und dem Eibsee – und besuchen an einem Tag das Zugspitzbad in Grainau.

Der Blick auf die umliegende Berge ist toll, allerdings liegt Grainau ab 14 Uhr in deren Schatten.

Die Winterspaziergänge machen aber trotzdem Spaß.

Von Grainau und Garmisch-Partenkirchen aus gibt es viele Möglichkeiten, auf die Berge zu kommen.

Eine Bushaltestelle befindet sich direkt am Campingplatz.

Wir fahren morgens mit dem Bus zum Eibsee, von dort hat man die Möglichkeit, entweder mit der nagelneuen Seilbahn und der alten Zahnradbahn auf die Zugspitze zu kommen.

Das Hin und Zurück Ticket kostet für beide Varianten 45€ pro Person, das ist nicht gerade ein Schnäppchen.

Wir wollen natürlich gerne die Seilbahn testen. Leider fährt diese aber nicht, wegen des starken Windes auf der Zugspitze :-/

So nehmen wir für die Hochfahrt also die Zahnradbahn…

… zusammen mit einigen anderen Leuten. Da die Seilbahn nicht fährt ist der Andrang groß.

Wir haben Glück und bekommen Sitzplätze für die rund 45minütige Fahrt. Rund eine halbe Stunde davon fährt man durch einen Tunnel, viel zu sehen gibt es also nicht. Auch die Haltestelle der Bergstation liegt im Tunnel.

Angekommen auf dem Zugspitzplatt: die Sonne scheint, die Sicht ist wunderbar, es gibt aber immer wieder heftige Sturmböen.

Deshalb ist die Seilbahn vom Zugspitzplatt auf den Zugspitzgipfel geschlossen.

Man sieht auch deutlich den Schneesturm auf der Zugspitze:

So erkunden wir ein wenig das Zugspitzplatt. Von hier aus gibt es viele Möglichkeiten zum Skifahren und Rodeln. Wir belassen es aber bei einer Runde zu Fuß.

Es gibt immer wieder heftige Wind- und Schneeböen, ich habe mal ein kleines Video gedreht:  Föhnsturm auf dem Zugspitzblatt

Aber schließlich wird die Gletscherbahn doch freigegeben und wir gondeln die letzten Höhenmeter der Zugspitze entgegen.

Da sind wir nun, auf dem höchsten Gipfel von Deutschland!

Von 2962m haben wir eine wirklich tolle Aussicht.

Hier geht der Blick Richtung München, unten liegen der Eibsee und Grainau im Schatten:

Die Sturmböen werden wieder stärker.

Auf der Zugspitze gibt es auch den höchstgelegenen Grenzübergang nach Österreich, also schauen wir uns mal Tirol an.

Auch hier: tolle Aussicht, aber saukalt 🙂

Von der Tiroler Seite gibt es auch eine Seilbahn nach unten.

Wir wollen aber wieder zurück nach Grainau und nehmen dazu die nigelnagelneue Weltrekordseilbahn, die trotz Windböen jetzt in Betrieb ist und uns sicher nach unten bringt.

Unser erstes Wintercamping war spannend, der Weinsberg Carabus hat sich als absolut wintercampingtauglich erwiesen. Lediglich der Abwassertank war bei -10 Grad temporär eingefroren. Die Abwassertankheizung und das Tauwetter lösten aber dieses Problem.

Die nächsten Touren werden allerdings eher wieder Richtung Süden gehen 🙂

Dieser Beitrag wurde unter Busreisen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s