Bayern Oktober 2017

An einem verlängerten Wochenende fahren wir nach Amberg, eine kleine, hübsche Stadt in der Oberpfalz. Oben sieht man das Wahrzeichen von Amberg, die sogenannte ‚Stadtbrille‘, hier fliest die Vils in die Altstadt. Nur wenige Fußminuten von der Altstadt entfernt gibt es einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz, mit V/E und Strom:

Die kleine Altstadt ist von einer Stadtmauer umgeben, ausgestattet mit diversen Toren.

Absolut zu empfehlen ist eine Einkehr im urigen Rußwurmhaus

Der Krustlbraten mit Knödel und bayrischem Kraut ist ein Gedicht! Daneben gibt es für Bratenfans auch täglich Kalbs- und Sauerbraten – leeeecker!

Auf der Vils werden Bootsfahrten mit Vilskähnen nach historischem Vorbild angeboten.

Damit kann man sich für 3€ durch das ehemaligen Landesgartenschaugeländes auf der Vils schippern lassen – und auch retour, wenn man das möchte. Empfehlenswert ist aber, die Tour durch den schönen Park per Pedes zurückzulaufen. Unterwegs trifft man immer wieder auf Kunstwerke des ‚Skulpturenweges‘, der wohl anlässlich der Gartenschau angelegt wurde.

Auf dem Marktplatz kann man mit Blick auf das Rathaus für moderate 2,70€ einen Halben ‚Helles Winkler‘ bekommen. Amberg hat immerhin noch 4 Brauereien.

Vom  Besuch des direkt am Wohnmobilparkplatz gelegenen Kurfürstenbad gibt es keine Bilder, das Bad kann aber rundweg empfohlen werden: moderate Preise, diverse Schwimmbecken, tolle Rutsche, großzügiger Wellness- / Saunabereich.

Unser nächstes Ziel ist Nürnberg, wir wollen Würstchen essen 🙂  Über die App park4night finden wir diesen stadtnahen kostenlosen Parkplatz, wo wir eine ruhige Nacht verbringen.

Der Parkplatz grenzt direkt an einen Park am Wöhrdersee. Leider ist es zum Stand-Up-Paddeln zu kalt, sonst würde das hier super passen.

In einer knappen halben Stunde laufen wir zur Nürnberger Burg bzw. zu den Burgen, denn es sind zwei, wie wir erfahren: die Kaiserburg und die Burggrafenburg.

Hier sind wir im herbstlichen Innenhof der Kaiserburg:

Es gibt einen  kleinen Rundweg durch und um die Burgen. Nett anzuschauen, das finden auch viele Touristen- und Schülergruppen, in dem Ensemble ist eine Jugendherberge untergebracht.

Von den Burgen kommt man über eine Fußgängerzone in die Altstadt. Aber wo sind denn die Nürnberger Würstchen? Wir sehen nur Falafel, Shushi, Döner…

… und werden dann aber doch fündig: 3 Nürnberger Würstchen im Weck – sehr lecker.

Die Innenstadt hat alles, was das Shoppingherz begehrt, dazu einige historische Bauten und interessante Brunnen…

und alle möglichen Angebote…Wir machen noch einen kleinen Ausflug zum Reichsparteitaggelände und parken direkt und kostenlos an der ursprünglich für 50.000 Menschen geplanten Kongresshalle. Im Innern befindet sich nun ein Dokumentationszentrum mit Dauerausstellung.

Die Planung der gesamten Anlage hatte gigantische Ausmaße.

Einige Baureste gibt es noch. Um uns die gesamte Anlage zur erschließen leihen wir uns Räder von nextbike. Wir sind dort bereits registriert und eine Leihstation befindet sich direkt vor Ort, sehr praktisch.

Übernachtet wird an einem der offiziellen Womoplätzen, die sowohl bei CamperContact als auch bei park4night gelistet sind: hier an einem Park am Dutzendteich, gar nicht weit vom Reichsparteitagsgelände. Der Platz ist kostenlos, bietet aber keine V/E – diese gibt es an einer Shell-Tankstelle in der Nähe.

Der Heimweg führt uns über die A81 an Rottweil vorbei. Von weitem sieht man den großen Aufzugstestturm. Dort werden Aufzüge von TyssenKrupp entwickelt und getestet. Die angeblich ‚älteste Stadt Baden-Württembergs‘ schaut schmuck aus, ist an diesem Sonntagmittag aber recht leer.

Wir besuchen auch die Baustelle des Turms. Auf den Ausblick von der höchsten Besucherplattform Deutschlands müssen wir allerdings verzichten, diese ist noch nicht eröffnet. Und auch die Stoffverkleidung des Turms ist noch nicht ganz fertig. Man kann sich aber vorstellen, welch elegante Erscheinung der Turm, der eigentlich ein Zweckbau ist, einmal haben wird, wenn er vollständig eingekleidet ist. Das werden wir uns auf jeden Fall mal anschauen.

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Laghi & Mare Aug/Sept 2017

Sommerurlaub in der Karibik? Nein, dieser Strand mit weißem Sand und türkisblauem Wasser befindet sich in Italien! Aber dazu später mehr…

Wir fahren Mitte August bei hochsommerlichen Temperaturen Richtung Süden. Einen ersten Stopp legen wir am Sempacher See in der Schweiz ein

Dort gibt es im Örtchen Nottwil ein kleines, kostenloses Badi. Sehr hübsch & schweizertypisch sauber. Die kostenpflichtigen Parkplätze dort sind allerdings nur für PKWs geeignet – und heute zudem überfüllt. Wir parken kostenlos in der Dorfmitte, nur 1,5 Kilometer entfernt.

Am Nachmittag zieht ein Gewitter auf und uns zieht es deshalb weiter. Vor dem Gotthardtunnel ist kein Stau, drum fahren wir durch den Tunnel durch und steuern gleich nach dem südlichen Tunnelausgang unseren ersten, ruhigen Übernachtungsplatz auf dem Parkplatz der Seilbahn von Airolo an.

Am nächsten Morgen geht es weiter an den Lago di Garlate, südöstlich vom Comer See

Über CamperContact finden wir hier einen freien Stellplatz direkt am Seeufer

In der Bar Boomerang genießen wir unseren ersten italienischen Cappuccino – lecker!

und typisch italienisch preigünstig!

Hier bleiben wir ein paar Tage. Das Örtchen gibt nicht viel her, aber der See ist schön – natürlich wird das SUP hier ausgiebig genutzt

Sonnenuntergang am Lago di Garlate

In der letzten Nacht gesellt sich ein nicht ganz unauffälliges Campergespann dazu

Ebenfalls über CamperContact finden wir diesen Stellplatz bei Lecco. Er befindet sich direkt an einer lauten, vielbefahrenen Straße – ist aber kostenlos, inklusive Ver- und Entsorgung. Wir wollen hier sowie nur unsere Tanks leeren und befüllen, so passt das.

Dann fahren wir weiter am Ostufer des Comer Sees entlang zum Lago di Mezzola. Bei Colico / Fuentes gibt es ein großes Einkaufszentrum. Hier tankten wir den günstigsten Diesel auf der gesamten Italienreise.

Der kostenlose Stellplatz am Lago di Mezzola liegt wirklich traumhaft. Man steht auf einer Wiese, nur wenige Meter vom See entfernt inmitten der schönen Berglandschaft. Kleine Supermärkte sind rund 1 km entfernt und damit zu Fuß erreichbar.

Das Cafe Lido Beach ist direkt nebenan. Dort hat es einen schönen Badestrand, Duschen und Toiletten – alles frei zugänglich. Die jungen Betreiber sind freundlich, der Cappuccino lecker. Manchmal gibt es nächtliche Technopartys die dann auch auf dem Stellplatz gut hörbar sind.

Sauberes, recht kaltes Wasser fließt von den Bergen in den Lago di Mezzola.

Der See eignet sich hervorragend zum Stand Up Paddeln

Mit unserem Board paddeln wir rund um den See, hier zu einem kleinen Wasserfall.

Es gibt keine V/E am Stellplatz, aber Trinkwasser kann man am Brunnen tanken.

Ein Ausflug führt uns in das nahe Städtchen Chiavenna, sehr hübsch mit kleiner Fußgängerzone und vielen Geschäften, Eisdielen und Cafe’s. Rundum gibt es unzählige Wandermöglichkeiten.

Aber wie schaut denn der Fluß aus?

Eine Internetrecherche ergibt, dass es ein paar Kilometer flußaufwärts einen massiven Bergrutsch gegeben hat.

Die Straße Richtung Schweiz ist deshalb für den Verkehr gesperrt. Wir kommen noch ein Stückchen weiter bis zu einem kleinen Wasserfall.

Zur Übernachtung fahren wir nochmal auf den Stellplatz am Lago di Mezzola und am nächsten Morgen weiter an den Lago d’Iseo auf den Stellplatz bei Lovere. Dieser hat eine perfekte V/E-Station, WC und Duschen – man steht aber ziemlich eng in einem umzäunten Bereich und einer der Stellplatzwärter war bei unserem Empfang sehr stinkstiefelig, so dass wir den Platz nur bedingt weiterempfehlen können. Der Preis von 12€ pro Nacht inkl. V/E und 1€ fürs Duschen ist ok.

Es gibt in Lovere keine vernünftige Möglichkeit, zum Schwimmen oder SUPen in den Iseosee zu steigen, das ist schade – das Städtchen selbst ist ganz nett anzuschauen.

Frisch geduscht und voll betankt bzw. entleert fahren wir am nächsten Tag weiter an den Idrosee. Im Örtchen Anfo gibt es beim Ristorante Imbarcadero 3 kostenlose Stellplätze. Da wissen wir doch gleich, wo wir unseren nächsten Cappuccino einnehmen.

Wir bleiben hier 3 Tage bzw. Nächte. Zum Seeufer sind es nur wenige Meter.

Das Ristorante Imbarcadero macht übrigens auch sehr leckere Pizza, mein Favorit ‚Pizza Napoli‘ kostet nur knapp 6€ – auch zum Mitnehmen.

Einige hundert Meter weiter befindet sich der Strand von Anfo. Hier kann man auch Surfbretter, Segelboote oder SUPs leihen.

Im alten Zentrum von Anfo.

Trinkwasserbrunnen gibt es viele im Norden Italiens. Meistens ist das Wasser durchaus schmackhaft, wir füllen oft dort unsere Wasserflaschen. Der Dorfbrunnen an der Kirche von Anfo ist allerdings etwas Besonderes, hier kann man sein Wasser wählen: Naturale, Gekühlt oder Gekühlt mit Kohlensäure!

Über eine kleine verschlungene Straße fahren wir vorbei am Ledrosee nach Riva del Garda.

Wir brauchen wieder eine Ver- und Entsorgung und Duschen gibt es hier auch. Der Platz kostet 0,50€ pro Stunde – ein faires Abrechnungssystem, Duschen kostet ebenfalls 50 Cent.

Klar, es ist ein typischer Wohnmobilplatz, man steht recht eng mit vielen anderen Wohnmobilen, das ist eigentlich nicht so unser Ding. Gemessen an den PKW-Parkgebühren in Riva del Garda, wo pro Stunde zwischen 1 und 2 Euro verlangt werden, stehen wir hier allerdings recht preiswert und die Lage ist prima.

Nur 500m entfernt beginnt die schöne Promenade und der Strandbereich von Riva mit gepflegtem Rasen. Hier ist alles sauber und wohlgeordnet: es gibt sogar einen eigenen Bereich für Surfer und SUPer.

Es macht wirklich Spaß auf dem glasklaren Gardasee zu paddelnFür Segel und Boards gibt es spezielle Halterungen.

Unser Kula-Nui macht sich dort gut, oder? 🙂

Das Städtchen Riva ist sehr touristisch, aber durchaus hübsch.

Natürlich mit unzähligen Möglichkeiten, seinen Cappuccino zu genießen.

Am östlichen Ende von Riva befindet sich nicht nur der Wohnmobilstellplatz, sondern auch ein Berg mit Wanderwegen.

Von diesem Weg aus gibt es immer wieder tolle Aussichten auf den Gardasee.

In Riva lässt es sich gut aushalten. Trotzdem wollen wir weiter, das Meer lockt.

Und so landen wir in Marina di Massa. Dort gibt es einen kostenlosen Womo-Platz, der allerdings nicht besonders attraktiv ist. Wir finden mit unserem schlanken Camper aber ein Plätzchen direkt am Steinstrand.

Im Hintergrund befindet sich eine Gebäuderuine – diese gibt es in Italien öfters, auch in Toplagen wie hier, direkt am Meer. Die interessante Gebäudestruktur, das riesige Grundstück und die Inschrift ‚Colonia Ettore Motta‘ machen neugierig, und wir stöbern ein wenig im Netz.

Ursprünglich war die Anlage wohl ein Kindererholungsheim für die Arbeiter des italienischen Stromversorgers Edison-Volta. Über den Chef des Betriebes, Ettore Motta, haben wir hier einen schönen Bericht gefunden. Trotz des traurigen Zustandes hat der Gebäudekomplex einen gewissen Charme.

Sonnenuntergang bei Marina di Massa.

In der Nacht tobt ein heftiges Gewitter und am nächsten Morgen ist das Meer noch ein wenig näher.

Unser Höhenmesser zeigt -5m an, das ist aber wohl etwas übertrieben 😉

Wir fahren zum nahen Bergdörflein Montemarcello, dort gibt es einen kostenlosen Stellplatz.

Nur wenige Kilometer von der trubeligen Küste entfernt kann man hier dörfliche Ruhe genießen.

… und es gibt viele schöne Ausblicke.

Wir fahren noch ein wenig weiter ins Hinterland, vorbei an Bergdörfern…

… und vielen Steinbrüchen, an denen Mamor und anderes Gestein abgebaut wird….

… und landen schließlich in Chifenti, einem kleinen Dorf mit einer großen, mittelalterlichen Brücke

Auf dem dortigen Stellplatz ist neben Ver- und Entsorgung sogar der Strom kostenlos. Und es hat viel Platz, lediglich ein englische Camper hat es sich dort offensichtlich für längere Zeit eingerichtet.

Das Wetter ist im Hinterland aber nicht so toll, so fahren wir weiter. Vorbei an der Ponte della Maddalena, der sogenannten Teufelsbrücke aus dem 14. Jahrhundert…

… vorbei an Pisa, da waren wir schon 2011 und der Turm ist immer noch so schräg…

… und sind am frühen Abend wieder an der Küste bei bestem Sonnenschein. Ganz im Süden von Livorno finden wir diesen Platz an einer Steilküste.

… mit toller Aussicht auf die Brandung.

Von unserem Steilküstenplatz laufen wir der Küstenlinie entlang bis nach Livorno.

Die Wellen sind hier für Mittelmeerverhältnisse respektabel.

Nach zwei Tagen am fahren wir weiter südwärts, wir brauchen mal wieder eine Ver- und Entsorgung.

Einen entsprechenden Stellplatz finden wir in Mazzanta. Zwischenzeitlich ist Nachsaison und der Platz recht leer. Für 10€ pro 24h inkl. V/E bleiben wir hier 2 Tage.

Der Strand ist knapp 500m entfernt, hier kommt auch unser SUP wieder zum Einsatz.

Zwischen Stellplatz und Strand liegt ein schöner Pinienwald.

In diesem kann man parallel zur Küsten wandern, joggen, spazieren. Durch die Bäume ist man sonnengeschützt und es riecht ganz wunderbar.

Wir machen auch einen kurzen Ausflug an den White Beach von Vadda. Der Sand dort ist wirklich sehr weiß und das Wasser schimmert helltürkis. Optisch zweifelsfrei ein Hingucker. Im Hinterland des Strandes befindet sich allerdings eine sehr große Fabrik mit Kühltürmen und allem drum und dran. Kanäle führen von dort ins Meer – das macht misstrauisch.

Obwohl der Strand offiziell frei ist und die Wasserqualität laut Schild in Ordnung, wollen wir hier aber nicht länger bleiben. Denn tatsächlich wurde der Sand die letzten Jahrzehnten durch Tonnen von Quecksilber etc. gebleicht, die von der nahen Chemiefabrik Solvay ins Meer geleitet wurden.

Wir waren am frühen Morgen dort, aber die Infrastruktur und die teuren Parkgebühren vor Ort (halber Tag 7€) lassen darauf schließen, dass der Platz gut besucht ist.

Hier noch ein Blick auf die Fabrik Solvay Rosignano. Das Ganze wirkt schon etwas bizarr. Wir fahren nochmal an unsern Steinstrand in Marina di Massa.

Solch freie Strandabschnitte sind an der italienischen Rivera übrigens eher die Ausnahme. Die größten Teile der Strände werden von ‚Bagnos‘ bestimmt: hinter einem Bretterzahn stehen dort Liegestühle dicht und dicht. Eine italienische Badekultur, die wir nicht nachvollziehen können.

Wir legen noch ein nettes Mandala an den Strand mit den schönen Steinen – dann sind unsere 3 1/2 Wochen Sommerferien leider um und wir fahren wieder nach Hause.

Wir haben in dieser Zeit 2.189km zurückgelegt, bei einer Fahrzeit von 35:29 Stunden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 61 km/h, der Verbrauch lag bei 9,2 Liter Diesel.

 

 

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Bodensee Juli 2017

Es ist Sommer und es lockt wieder einmal der Bodensee, diesmal fahren wir ans ‚Hörnle‘ bei Konstanz. Das dortige Freibad kostet keinen Eintritt und man hat einen super Blick:

Außerdem ist die gesamte Anlage wirklich topgepflegt – und bei unserer Ankunft am frühen Abend unter der Woche gar nicht voll:

Endlich hat man den Spielplatz mal für sich alleine 🙂

Der Tag geht….

mit schöner Abendstimmung….

und dann wird es zappenduster. Das Hörnle kennt keine Schließzeiten und keine Beleuchtung. Außer von den Booten:

Für 6€ kann man ein Tagesticket für den PKW-Parkplatz ziehen. Für große Wohnmobile ungeeignet, wir passen aber gut dort hin. Von 19 – 9 Uhr ist das Parken gratis 😉

Schon früher war es schön im Hörnle. Hier ein Archivbild von 1967:

Und so sieht das 40 Jahre später aus:

Nochmal 1967, mit Blick auf die Schweiz und den Säntis:

Und 2017: es hat weniger Wasser und der Säntis ist weg (allerdings nur hinter Wolken…)

Die Bademeister achten auf Sauberkeit und Ordnung (Fahrrad darf nur geschoben und nicht innerhalb der Anlage aufgestellt werden, SUP-Zugang zum See nur am letzten Einstieg Richtung Konstanz, absolutes Hundeverbot etc.). Ja, schön ist es hier.

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Rhein/Lahn Pfingsten 2017

Schon lange wollen wir das Rheintal zwischen Rüdesheim und Koblenz besuchen, an Pfingsten setzen wir dieses Vorhaben um. Das Wetter ist super und so fahren wir nach Feierabend nur eine kurze Strecke und machen einen ersten Zwischenstopp mit Übernachtung wieder einmal am  Nonnenweier in der Ortenau.Am nächsten Morgen geht es dann über die A5 und A67 nach Rüdesheim am Rhein. Ein nettes Städtchen mit kleiner Fußgängerzone, in der ‚Drosselgasse‘ werden sämtliche Klischees bedient, die man mit Rüdesheim verbindet: Tanzkaffee (‚Rüdesheimer Kaffee = Kaffee + Asbach Uralt‘) mit Livemusik bereits am Mittag, Rentnergemütlichkeit, viele Souvenirshops und sehr viele, internationale Touristen.

Uns zieht es in etwas ruhigere Gefilde und so buchen wir an der Seilbahn ein Kombiticket: mit der Seilbahn auf den Berg hinauf zum Rheinsteig , ein wenig wandern, mit einer anderen Seilbahn runter vom Berg nach Assmanshausen und von dort aus mit dem Schiff zurück nach Rüdesheim. Das Wetter ist etwas unbeständig, aber es wird schon gutgehen – einen Schirm haben wir zur Not dabei.

Mit der Rüdesheimer Seilbahn schwebt man schön über die Reben mit Blick auf den Rhein

Oben angekommen führt der Weg vorbei am Niederwaldtempel

und am gewaltigen Niederwalddenkmal. Beides mit toller Aussicht.

Der Wanderweg führt dann durch den Niederwald und bietet immer wieder Abstecher zu schönen Aussichtspunkten an. Hier sieht man unten auf der Rheininsel schön den Mäuseturm

Und hier eine schöne Sicht rheinaufwärts mit Blick auf das nicht so schöne Wetter, was sich hier anbahnt

Bei Assmanshausen fahren wir mit der Seilbahn wieder Richtung Rhein. Gegenüber zucken Blitze, Donner grollt und man kann wunderbar beobachten, wie die Regenfront auf einen zukommt. Die Seilbahngeschwindigkeit erscheint auf einmal sehr, sehr langsam.

An der Schiffsanlegestelle von Assmanshausen sind wir froh um unseren großen Schirm, der die großen Regentropfen noch gerade so von uns abhält. Als wir auf dem Boot sind, schüttet es wie aus Kübeln.

Auf Höhe des Mäuseturms gibt es eine kurze Regenpause

Dann setzt wieder der Starkregen ein, zu dem sich nun auch Sturmböen dazugesellen. Das Schiff legt in Biengen an und entlässt einige Passagiere in die Wetterhölle. Nach wenigen Schritten sind alle klatschnass – ob mit oder ohne Schirm. Wir fahren weiter nach Rüdesheim – kann das Schiff nicht etwas langsamer fahren? In der Ferne zieht von Westen her bereits blauer Himmel auf.

Wir haben Glück, als das Schiff in Rüdesheim anlegt, fällt kein Tropfen mehr. Die Sonne kommt raus und es wird schnell wieder sehr warm. Nach einem kurzen Bummel durch Rüdesheim zu unserem Bus fahren wir nach Oestrich-Winkel auf einen kostenlosen Stellplatz. Den dort angebotenen Strom benötigen wir Dank Solarpanels und Sonne nicht.

Am nächsten Tag geht die Fahrt weiter durch das wunderschöne Rheintal, mit vielen Burgen rechts und links

Die Strecke ist wirklich ein Genuss, immer wieder halten wir an, genießen den Blick und schießen Fotos.

Hier ein Blick vom berühmten Loreley-Felsen auf Sankt Goarshausen. Dort sehen wir in der Ferne ein paar Wohnmobile stehen, das schauen wir uns später mal an…

Am Loreleyfelsen wurde ein Besucherzentrum eingerichtet. Nebenan befindet sich eine große Freilichtbühne, diese wird soeben für das Event ‚Rock am Fels‘ hergerichtet. Wenn gerade kein Konzert stattfindet, gibt es am Besucherzentrum genügend Parkplätze für 2€ pro Tag, für 8€ kann man auch mit dem Wohnmobil dort übernachten.Wir fahren aber vom Plateau runter nach Sankt Goarshausen, dort finden wir den von oben erblickten Platz direkt am Rhein mit Blick auf den Loreleyfelsen, der Loreleyskulptur und auf die umfangreiche Loreleyschifffahrt auf diesem Rheinstück.

Der Platz ist wirklich genial, Spaziergänge zur Rheinhalbinsel und ins Dörfchen Sankt Goarshausen bieten sich an.

Am Ende eines Regenbogens befindet sich ja immer ein Töpfchen voller Gold. Wer also nach dem legendären Rheingold suchen möchte, hier ist es: direkt am Loreleyfelsen, wer hätte das gedacht…

Unser nächstes Ziel ist der Womo-Stellplatz in Lahnstein, dieser wurde mal zum ‚Stellplatz des Jahres‘ gekürt. Und tatsächlich: der Platz ist schön angelegt, die Parzellen großzügig, die Sanitäreinrichtungen und Duschen sauber. Das hat sich aber herumgesprochen, der Stellplatz ist am abend gut voll.Der Ort Lahnstein gibt nicht allzuviel her, liegt aber immerhin schön an Rhein und Lahn und Burgen hat es hier auch.

Wir fahren weiter nach Koblenz, wo wir als Erstes dem Deutschen Eck einen Besuch abstatten. Hier treffen Rhein und Mosel aufeinander.

Obenauf trohnt das Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Mit einer Seilbahn schwebt man quer über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein

Neben der Festungsanlage gibt es auf dem Berg eine weitläufige Gartenanlage, einen Kletterspielplatz und eine Aussichtsplattform.

Unten in Koblenz wird angezeigt, wie hoch die Wasserstände bei Hochwasser sein können:

Wir wollen weiter an den Laacher See, dem größten See in Rheinland-Pfalz. Ganz in der Nähe des Sees verbringen wir eine Nacht auf dem kostenlosen Womo-Parkplatz (mit V/E)von Mendig…

… denn rund um den See finden wir außer einem teuren Campingplatz keine Möglichkeiten zur Übernachtung. Es gibt auch kaum Möglichkeiten, legal zum Baden an den See zu kommen, Naturschutz wird hier extrem groß geschrieben.

Wir parken am Campingplatz, die Parkgebühr soll dort 5€ kosten, es ist aber niemand am Kassenhaus. Dafür aber am Eingang zum Campingplatz: der Eintritt zur Liegewiese kostet pro Person 4€, außerdem muss man nochmal 3€ für ein mitgebrachtes Surfbrett oder SUP oder Schlauboot bezahlen. Das hatten wir noch nirgends. Die Liegewiese ist allerdings top und die Einrichtungen des Campingplatzes können benutzt werden. Der See ist für Stand-Up-Paddling genial.

Das nächste Ziel ist ein schönes Örtchen an der Lahn mit einem schönen Namen

Das ehemalige Grafenschloss von Diez ist heute Museum, Standesamt, Bistro und Jugendherberge. Eine Übernachtung wäre dort sicher nett, aber wir haben ja unser Eigenheim dabei…

Diez verfügt über eine schöne Altstadt mit einer beschaulichen Fußgängerzone….

…und sogar 3 kostenlosen Wohnmobilstellplätze an der Lahn-Anlage.

Wir wollen aber schwimmen gehen und fahren weiter zum Herthasee

Ein kleiner ehemaliger Baggersee, der jetzt als Freibad bewirtschaftet wird

Direkt am See befindet sich ein Wohnmobilstellplatz für 6€ / Nacht mit V/E und Strom- den wir wieder nicht brauchen 🙂

Auf der Heimfahrt finden wir Dank ‚CamperContact‘ wieder einmal einen tollen Übernachtungsplatz mit Rheinblick: hier bei Gimbsheim.

 

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Makaio Kula Nui 11,5″

Da wir immer wieder auf die Erfahrungen mit unserem SUP angesprochen werde, hier ein kurzer Bericht über das Makaio Kula Nui 11,5″ SUP:

Im Juli 2016 haben wir das SUP im Onlineshop von Makaio bestellt, ein paar Tage später wurde das Board nebst Rucksack, Finnen, Pumpe geliefert und auch das als Zubehör bestellte Leach (damit bindet man sich das Board an den Fuß) war dabei. Am liebsten hätten wir gleich mit dem SUPen losgelegt – aber es fehlte das mitbestellte Paddel 😦  Dieses wurde auf unsere Mail-Anfrage an Makaio ein paar Tage später mit einer Entschuldigung nachgeliefert. Bei dieser Gelegenheit hatte ich angeregt, eine Bedienungsanleitung dem SUP beizulegen, da Neulinge nicht unbedingt wissen, wie die Finnen anzubringen sind, wie man die Pumpe bedient, wie hoch der Luftdruck sein sollte etc.  Die Antwort war, dass eine entsprechende Anleitung normalerweise beiliegt, ich habe diese dann gleich als PDF mit der Antwortmail erhalten. Das Board ist mit 11,5 Fuß und damit rund 3,50 Meter ein recht großes SUP. Das Aufpumpen auf rund 1 Bar ist mit der Doppelhubpumpe in 10 – 15 Minuten erledigt.

Danach ist man schön aufgewärmt und kann gleich losSUPen. Bilder dazu gibt es hier.  Der Nachteil an einem großen, breiten SUP: es ist nicht so agil und wendig wie schmalere und kürze Modelle. Der Vorteil: auch Anfänger stehen stabil und sicher auf dem Board und vor allem: man kann es auch prima zu Zweit benutzen. Wir machen das oft, dabei passt auch noch ein wenig Gepäck drauf, wir haben für unsere Wertsachen meist ein wasserdichtes Faß dabei, welches mittels der Spanngurte befestigt werden kann. Wir waren sogar an einem See mal ‚einkaufen‘.

Das Leach am Fuß verwenden wir nur bei starkem Wind oder Wellengang – es verhindert, dass das Board abtreibt, falls man mal runterfällt. Bei normalem Seegang passiert das praktisch nicht, man steht sicher und stabil. Unser Paddel ist in der Höhe verstellbar und lässt sich so individuell auf die Köpergröße anpassen.

Im mitgelieferten Rucksack kann ‚Mann‘ das Kula Nui 11,5″  ohne Probleme ein paar hundert Meter auf dem Rücken tragen, für ‚Frau‘ ist das allerdings zu schwer. Auch das Aufpumpen, das Einlassen ins Wasser, das Rausholen und das Tragen zu See-Picknickplatz übernimmt bei uns ‚Mann‘.

Auf dem Wasser sind wir bei einer Zweierbesetzung meist gemütlich unterwegs, alleine aber auch sportlich, wobei ‚Mann‘ auch gerne mal gegen den Wind ankämpft. Dieser ist bei allen SUPs ein ganz wesentlicher Faktor – man wird unweigerlich mit dem Wind weggedrückt. Unser Makaio verfügt über eine Aufnahme für ein Surfsegel, das haben wir bisher aber noch nicht ausprobiert.

Aufgepumpt ist das Kula Nui 11,5″ fast so hart wie ein festes Board und hat unseres Erachtens ein gutes Preis- /Leistungsverhältnis. Wir haben einige billigere Modelle, die es z.B. bei Amazon günstig gibt, im Einsatz gesehen – die hängen meistens durch. Generell sollte man darauf achten, dass das Board 1 Bar Luftdruck verträgt.

Beim Ablassen der Luft ist einem für ein paar Sekunden die Aufmerksamkeit des gesamten Strandes gewiss: die mit 1 Bar komprimierte Luft entweicht bei Drücken des Ventils sehr laut, der Lärm lässt aber schnell nach. Nach ein paar Minuten ist das Board flach und man kann es zusammenrollen – dabei entfernt man am besten mit einem Tuch noch eventuell vorhandene Feuchtigkeit – und in den Rucksack stecken. Dort passen auch noch Pumpe, Paddel (das lässt sich in 3 Teile zerlegen) etc. rein.

Wir möchten unser SUP nicht mehr missen, in der warmen Jahreszeit hat es seinen festen Platz in der Heckgarage unseres Weinsberg Carabus 631 ME, dort nimmt es auch einen nicht unwesentlichen Anteil des Gepäckraumes ein.

Ein kleiner Wermutstropfen: leider hat sich der seitliche Schriftzug schon nach kurzer Zeit etwas gelöst, das sieht nicht sehr gut aus. Es gibt dazu mit Herrn Schwambach von Makaio einen umfangreichen Mailverkehr.

Letztlich ist es so, dass es sich um einen Produktionsfehler handelt und uns wurde im November 2016 eine Erstattung von 80€ angeboten. Das wäre ok, nur leider haben wir bis heute das Geld nicht bekommen, auch nicht auf mehrfache Anfrage. Das ist ein wenig schade und nicht sehr professionell, wir werden dran bleiben.

Summa Summarum freuen wir uns aber über das SUP und auf die kommende Saison! Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung 🙂

Juli 2017: nach knapp 1 Jahr gibt die BRAVO SUP-3 Pumpe den Geist auf: beim Aufpumpen strömt über das kleine rote Ventil, mit dem man zwischen Doppel- und Einfachhub auswählt, die Luft raus. Eine Anfrage wegen Garantie / Umtausch bei Makaio verlief leider wieder im Sande. Wie schon beim Board reagierte Herr Schwambach zunächst schnell und freundlich – dann passiert aber nichts mehr. Naja, egal: die Pumpe wird ansonsten ganz gut bewertet und wir kaufen eine Neue, diesmal nicht bei Makaio. Zur Boardpflege tragen wir ein Pflegemittel von Yachticon auf. Das geht ruckzuck und der Kunststoff sieht danach wieder aus wie neu:

August 2017: Das SUP ist leider undicht, an einer Nahtstelle hinten:

Nach Rücksprache mit dem Hersteller soll die Stelle mittels dem im Lieferumfang enthaltenen Flickenset gut abzudichten sein, also kommt ein fetter Flicken drauf:

Mir gelingt die Abdichtung aber nicht. Es blubbert nun seitlich vom Flicken:

Ein zweiter Versuch mit einem kleineren Flicken wird nur etwas besser. Auch dort drückt seitlich die Luft raus, wenn auch weniger. Ich bin in solch ‚handwerklichen Dingen‘ aber auch nicht wirklich begabt, muss ich gestehen.

Herr Schwambach, der Geschäftsführer von Makaio, bietet mir aufgrund der diversen Unannehmlichkeiten mit dem Board einen ordentlichen Abschlag bei einem Neukauf an. Da ich im Prinzip mit dem Kula Nui sehr zufrieden bin, werde ich das Angebot annehmen. Es gibt einen kleinen Haken: das Kula Nui 11,5″ ist derzeit ausverkauft und kann erst Ende August wieder geliefert werden. So lange werde ich mich also gedulden und mit dem jetzigen Board weiterpaddeln: nach dem Aufpumpen auf 1 Bar hat man nach 3-4 Stunden immer noch 0,8 Bar und ist damit immer noch stabil auf dem Wasser unterwegs.

September 2017:

Wir waren in unserem Sommerurlaub oft und gerne mit unserem Makaio SUP unterwegs. Morgens auf 1 bar aufgepumpt konnte man es auch am Nachmittag noch prima benutzen. Der Geschäftsführer von Makaio hat Wort gehalten und mir aufgrund der bisherigen Unannehmlichkeiten ein neues Kula Nui 11,5″ mit einem Abschlag verkauft.  Darum verkaufe ich nun mein ‚altes‘ Board – bei Interesse, bitte melden.

 

 

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Maccagno Ostern 2017

Das Wetter an Ostern  2017 in Deutschland: kalt und regnerisch. Am Lago Maggiore: sonnig und trocken. Also fahren wir wieder mal nach Maccagno. Sicher, wir waren dort schon im letzten Oktober und auch an Pfingsten. Aber der Ort ist der erste am Ostufer des Lago Maggiore, bietet einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz und liegt einfach wunderschön:

Das hat sich allerdings herumgesprochen. Bei der Ankunft am ‚Stellplatz‘ sind wir leicht schockiert: alles knallvoll mit Wohnmobilen. Selbst der Teil des Platzes, der für PKWs reserviert ist und die umliegende Parkplätze. Wir waren schon einige Male hier, aber das haben wir noch nie erlebt. Immerhin finden wir noch einen Platz für uns.

Wir sind die meiste Zeit unterwegs, so macht uns die Fülle auf dem Stellplatz nicht so viel aus. Es ist aber fraglich, wie lange die Anwohner mit so einer Situation großzügig umgehen. Am nahen Strand vom Parco Giona ist nicht viel los:

Und auch in den Cafés findet sich noch gut ein Plätzchen, natürlich kommen wir an den leckeren Cappuccini hier nicht vorbei, hier zum Beispiel in der Caffetteria Wine Bar da Biagio am südlichen Ende von Maccagno. Hier sitzen auch die Einheimischen. Nette Bedienung, Sonnenplatz ab 11 Uhr, 1,50€ pro Tasse.

Und hier noch ein Bild vom südlichen Ende von Maccagno. Hier verschwindet die Küstenstraße wieder in einem der vielen Tunnel.

Zu Fuß kommt man aber noch ein paar hundert Meter auf einem Promenadenweg weiter…

… und kann die Sicht über den Lago genießen

Wir haben erstmals auf dem iPhone die App für Wanderungen OsmAndMaps getestet. Man kann damit, solange man Internet hat, für diverse Gebiete Karten runterladen, und diese dann offline mit GPS nutzen. Die Wanderwege nördlich des Flusses kennen wir schon, nun steuern wir die ‚Kultstätte‘ südlich an. Der zweite Stern weist übrigens auf einen Strommast hin. Nicht besonders sehenswert, aber gut zur Orientierung.

Wir werden von der App auf einen Wanderweg Richtung Montevenere gelotst. Unterwegs gibt es nette Schilder, die dies bestätigen:Außerdem gibt es immer wieder weiss-rote Markierungen. Die App wird durch diese großzügige Beschilderung gar nicht mehr beachtet, theoretisch macht sie ihren Job aber gut.Und schließlich stehen wir vor der ‚Kultstätte‘: ein Kirchlein. Nicht besonders beeindruckend und verschlossen, aber immerhin Kult. Außerdem ist ja der Weg das Ziel.

Und die Wege sind wie immer am Lago steil. Dafür wird man mit einer tollen Aussicht belohnt.Unten links neben dem Sportplatz steht unser Bus, den man von hier aus sehen könnte, würde nicht ein fettes Phoenix-Wohnmobil davorstehen 😉

Dorthin (also zu unserem Bus) laufen wir wieder zurück und freuen uns auf leckere Spaghetti Carbonara, deren Zutaten wir im Ort gekauft haben.In Erwartung einer gewaltigen Rückreisewelle treten wir die Heimfahrt früh am Ostermontag an. Die Belohnung: in knapp 4 Stunden geht es über freie Straßen nach Hause, kein Stau vor dem Tunnel des Gotthards der hier schon mal aus der Ferne grüßt.

Und so sieht das Wetter nach der Ausfahrt aus dem Gotthardtunnel auf der nördlichen Seite der Alpen aus. Vermutlich war das nicht unser letzter Abstecher nach ‚Bella Italia‘. 🙂

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Ital.Riviera Frühjahr 2017

Eine Woche Fasnachtsferien verbunden mit einem Blick auf die Wetterkarten veranlassen uns, wieder einmal an die italienische Riviera zu fahren. Unser erstes Ziel ist Celle Ligure.

So ganz außerhalb der Saison ist der Strand noch ganz frei von den italienischen ‚Bagnis‘: private Badeanstalten, die den Strand in zahlungspflichtige Abschnitte einteilen, mit eng gestellten Liegestühlen und Bretterzäunen. Uns gefällt es so besser.

Mitten im Ortszentrum von Celle Ligure gibt es die Bar Focacceria Tuttintorno, mit den besten Focaccias, die wir bisher in Italien gegessen haben. Diese ligurische Spezialität ist ein Fladenbrot aus Hefeteig, das vor dem Backen mit Olivenöl, Salz, Kräutern (=naturale) oder auch mit weiteren Zutaten belegt wird. Obwohl wir dort mehrere Male eingekauft haben, gibt es leider kein Foto von diesen Köstlichkeiten – wir waren wohl zu sehr mit dem Genuß beschäftigt. Hier sind 2 Exemplare aus einer anderen Bäckerei zu sehen, die waren auch recht lecker:

Der offizielle Wohnmobilstellplatz in Celle Ligure ist in den einschlägigen Apps gelistet. Er liegt etwas laut neben der Autobahn und ist auch sonst nicht sonderlich attraktiv. Dafür aber kostenlos, sogar einschließlich Ver- und Entsorgung – ein Novum an der italienischen Adria! Außerdem ist man über Treppen und steile Wege in rund 15 Minuten am Meer und in der netten, kleinen Ortschaft.

Dort lässt es sich bei tagsüber bei um die 18 Grad gut aushalten, auch nachts bleibt es bei zweistelligen Temperaturen, sodass unsere Standheizung nicht viel zu tun hat.

Auf der SS 1 geht es weiter entlang der ligurischen Küste. Das Wetter schlägt um, es ist bewölkt und sehr windig. Wir legen bei Savonna auf dem Stellplatz von Vado Ligure ein Zwischenstopp ein. Der kostet 16€ incl. V/E + Strom. Da allgemein geraten wird, die Batterien ab und zu mal mit Landstrom vollständig aufzupumpen, nutzen wir die Gelegenheit. Pro Tag bringt unser Solarpanel im Winter nur 8 Ah, wir denken über die Aufrüstung eines 2. Panels nach.

Am nächsten Tag fahren wir weiter entlang der schönen Küstenstraße bis nach Alassio zu einem netten Übernachtungsplatz bei der Chiesa Santa Croce, einer kleinen romanischen Kirche oberhalb von Alassio mit toller Aussicht.

Auf dem dortigen kleinen Parkplatz ist nichts los, so steht einer ruhigen Übernachtung nichts im Wege. Die Straßen hierhin sind aber abenteuerlich schmal und für größere Wohnmobile nicht zu empfehlen. Der nächsten Tag beginnt mit einer schönen Morgenstimmung und blauem Himmel.

Die Aussicht von hier oben ist toll und direkt von der Kapelle aus startet ein Höhenwanderweg bis in das 6 km entfernte Albenga.

In Albenga parken wir tagsüber direkt an der Promenade auf dem PKW-Parkplatz. Viel breiter als ein SUV ist unser Ducato ja nicht. Zum Übernachten fahren wir in eine ruhige Seitenstraße.

‚Due Cappuccini per favore‘ – das klappt auf italienisch schon prima. Hier an einer zum Beginn des März soeben wiedereröffneten Strandbar in Albenga.

Italien + Cappuccino, das gehört einfach zusammen. Nirgendwo schmeckt der Kaffee besser und mit rund 1,50€ pro Tasse ist es ein preiswertes Vergnügen.

Der sehenswerte mittelalterliche Stadtkern von Albenga lädt zum Bummeln ein.

Leider auch typisch italienisch: die hohen Spritpreise. An fast allen Tankstellen wird außerdem unterschieden zwischen Selbstbedienung & Service. Für diesen werden gerne nochmal 30 Cent pro Liter verlangt – für uns sparsame Deutsche definitiv zu viel. Wir beobachten allerdings, dass viele Italiener sich bedienen lassen. Ob die wirklich die saftigen Zuschläge bezahlen, oder – ‚da man sich kennt‘, doch den günstigeren Preis berechnet bekommen? Die SB-Säulen sind oft unkomfortabel: manchmal kommt man mit den Bus gar nicht ran, weil sie in der hinteren Ecke mit schmaler Zufahrt liegen. Manchmal muss man einen Automaten mit Bargeld füttern, bevor man tanken kann.

Hier haben wir Glück und der Automat akzeptiert unsere Maestro-Karte. Somit steht dem Zapfen des edlen Italosprits nichts mehr im Wege und wir können die Heimfahrt antreten.

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