Rhein/Lahn Pfingsten 2017

Schon lange wollen wir das Rheintal zwischen Rüdesheim und Koblenz besuchen, an Pfingsten setzen wir dieses Vorhaben um. Das Wetter ist super und so fahren wir nach Feierabend nur eine kurze Strecke und machen einen ersten Zwischenstopp mit Übernachtung wieder einmal am  Nonnenweier in der Ortenau.Am nächsten Morgen geht es dann über die A5 und A67 nach Rüdesheim am Rhein. Ein nettes Städtchen mit kleiner Fußgängerzone, in der ‚Drosselgasse‘ werden sämtliche Klischees bedient, die man mit Rüdesheim verbindet: Tanzkaffee (‚Rüdesheimer Kaffee = Kaffee + Asbach Uralt‘) mit Livemusik bereits am Mittag, Rentnergemütlichkeit, viele Souvenirshops und sehr viele, internationale Touristen.

Uns zieht es in etwas ruhigere Gefilde und so buchen wir an der Seilbahn ein Kombiticket: mit der Seilbahn auf den Berg hinauf zum Rheinsteig , ein wenig wandern, mit einer anderen Seilbahn runter vom Berg nach Assmanshausen und von dort aus mit dem Schiff zurück nach Rüdesheim. Das Wetter ist etwas unbeständig, aber es wird schon gutgehen – einen Schirm haben wir zur Not dabei.

Mit der Rüdesheimer Seilbahn schwebt man schön über die Reben mit Blick auf den Rhein

Oben angekommen führt der Weg vorbei am Niederwaldtempel

und am gewaltigen Niederwalddenkmal. Beides mit toller Aussicht.

Der Wanderweg führt dann durch den Niederwald und bietet immer wieder Abstecher zu schönen Aussichtspunkten an. Hier sieht man unten auf der Rheininsel schön den Mäuseturm

Und hier eine schöne Sicht rheinaufwärts mit Blick auf das nicht so schöne Wetter, was sich hier anbahnt

Bei Assmanshausen fahren wir mit der Seilbahn wieder Richtung Rhein. Gegenüber zucken Blitze, Donner grollt und man kann wunderbar beobachten, wie die Regenfront auf einen zukommt. Die Seilbahngeschwindigkeit erscheint auf einmal sehr, sehr langsam.

An der Schiffsanlegestelle von Assmanshausen sind wir froh um unseren großen Schirm, der die großen Regentropfen noch gerade so von uns abhält. Als wir auf dem Boot sind, schüttet es wie aus Kübeln.

Auf Höhe des Mäuseturms gibt es eine kurze Regenpause

Dann setzt wieder der Starkregen ein, zu dem sich nun auch Sturmböen dazugesellen. Das Schiff legt in Biengen an und entlässt einige Passagiere in die Wetterhölle. Nach wenigen Schritten sind alle klatschnass – ob mit oder ohne Schirm. Wir fahren weiter nach Rüdesheim – kann das Schiff nicht etwas langsamer fahren? In der Ferne zieht von Westen her bereits blauer Himmel auf.

Wir haben Glück, als das Schiff in Rüdesheim anlegt, fällt kein Tropfen mehr. Die Sonne kommt raus und es wird schnell wieder sehr warm. Nach einem kurzen Bummel durch Rüdesheim zu unserem Bus fahren wir nach Oestrich-Winkel auf einen kostenlosen Stellplatz. Den dort angebotenen Strom benötigen wir Dank Solarpanels und Sonne nicht.

Am nächsten Tag geht die Fahrt weiter durch das wunderschöne Rheintal, mit vielen Burgen rechts und links

Die Strecke ist wirklich ein Genuss, immer wieder halten wir an, genießen den Blick und schießen Fotos.

Hier ein Blick vom berühmten Loreley-Felsen auf Sankt Goarshausen. Dort sehen wir in der Ferne ein paar Wohnmobile stehen, das schauen wir uns später mal an…

Am Loreleyfelsen wurde ein Besucherzentrum eingerichtet. Nebenan befindet sich eine große Freilichtbühne, diese wird soeben für das Event ‚Rock am Fels‘ hergerichtet. Wenn gerade kein Konzert stattfindet, gibt es am Besucherzentrum genügend Parkplätze für 2€ pro Tag, für 8€ kann man auch mit dem Wohnmobil dort übernachten.Wir fahren aber vom Plateau runter nach Sankt Goarshausen, dort finden wir den von oben erblickten Platz direkt am Rhein mit Blick auf den Loreleyfelsen, der Loreleyskulptur und auf die umfangreiche Loreleyschifffahrt auf diesem Rheinstück.

Der Platz ist wirklich genial, Spaziergänge zur Rheinhalbinsel und ins Dörfchen Sankt Goarshausen bieten sich an.

Am Ende eines Regenbogens befindet sich ja immer ein Töpfchen voller Gold. Wer also nach dem legendären Rheingold suchen möchte, hier ist es: direkt am Loreleyfelsen, wer hätte das gedacht…

Unser nächstes Ziel ist der Womo-Stellplatz in Lahnstein, dieser wurde mal zum ‚Stellplatz des Jahres‘ gekürt. Und tatsächlich: der Platz ist schön angelegt, die Parzellen großzügig, die Sanitäreinrichtungen und Duschen sauber. Das hat sich aber herumgesprochen, der Stellplatz ist am abend gut voll.Der Ort Lahnstein gibt nicht allzuviel her, liegt aber immerhin schön an Rhein und Lahn und Burgen hat es hier auch.

Wir fahren weiter nach Koblenz, wo wir als Erstes dem Deutschen Eck einen Besuch abstatten. Hier treffen Rhein und Mosel aufeinander.

Obenauf trohnt das Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Mit einer Seilbahn schwebt man quer über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein

Neben der Festungsanlage gibt es auf dem Berg eine weitläufige Gartenanlage, einen Kletterspielplatz und eine Aussichtsplattform.

Unten in Koblenz wird angezeigt, wie hoch die Wasserstände bei Hochwasser sein können:

Wir wollen weiter an den Laacher See, dem größten See in Rheinland-Pfalz. Ganz in der Nähe des Sees verbringen wir eine Nacht auf dem kostenlosen Womo-Parkplatz (mit V/E)von Mendig…

… denn rund um den See finden wir außer einem teuren Campingplatz keine Möglichkeiten zur Übernachtung. Es gibt auch kaum Möglichkeiten, legal zum Baden an den See zu kommen, Naturschutz wird hier extrem groß geschrieben.

Wir parken am Campingplatz, die Parkgebühr soll dort 5€ kosten, es ist aber niemand am Kassenhaus. Dafür aber am Eingang zum Campingplatz: der Eintritt zur Liegewiese kostet pro Person 4€, außerdem muss man nochmal 3€ für ein mitgebrachtes Surfbrett oder SUP oder Schlauboot bezahlen. Das hatten wir noch nirgends. Die Liegewiese ist allerdings top und die Einrichtungen des Campingplatzes können benutzt werden. Der See ist für Stand-Up-Paddling genial.

Das nächste Ziel ist ein schönes Örtchen an der Lahn mit einem schönen Namen

Das ehemalige Grafenschloss von Diez ist heute Museum, Standesamt, Bistro und Jugendherberge. Eine Übernachtung wäre dort sicher nett, aber wir haben ja unser Eigenheim dabei…

Diez verfügt über eine schöne Altstadt mit einer beschaulichen Fußgängerzone….

…und sogar 3 kostenlosen Wohnmobilstellplätze an der Lahn-Anlage.

Wir wollen aber schwimmen gehen und fahren weiter zum Herthasee

Ein kleiner ehemaliger Baggersee, der jetzt als Freibad bewirtschaftet wird

Direkt am See befindet sich ein Wohnmobilstellplatz für 6€ / Nacht mit V/E und Strom- den wir wieder nicht brauchen 🙂

Auf der Heimfahrt finden wir Dank ‚CamperContact‘ wieder einmal einen tollen Übernachtungsplatz mit Rheinblick: hier bei Gimbsheim.

 

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