Boden- und Baggersee Juli 2015

Im heißen Juli 2015 mit seinen oftmals knapp 40 Grad im Südwesten Deutschlands zieht es uns mehr denn je an Seen. Zum Beispiel an den Nonnenweier im Ortenaukreis beim gleichnamigen Ort. Das Verbotsschild hat vermutlich haftungsrechtliche Hintergründe, da tagsüber noch gebaggert wird.

NonnenweierSchildDer See ist bei der Hitze gut besucht – abends wird es dann ruhiger und man kann vom Wasser nur von ein paar Büschen getrennt prima im Fahrzeug übernachten:
NonnenweiherPDas gleiche gilt für den Baggersee Wacholderrain bei Neuried im Ortenaukreis:

Wacholderrain1Dort wird nicht mehr gebaggert und es ist auch keine Autobahn in der Nähe. Ein wirklich idyllischer See mit sehr sauberen Wasser. Nur 4-5m tief, aber durch das klare Wasser und einen ordentlichen Fischbestand auch bei Tauchern beliebt. Und bei Stechmücken: nach Einbruch der Dämmerung haben wir uns in den Bus verzogen, der Fliegenschutz an der Schiebetür hat hierbei wieder einmal gute Dienste geleistet. So wurde es eine ruhige Übernachtung – nur unterbrochen von einer Gruppe Jugendlicher, die mit 3 Autos und mehreren Promillen nach Mitternacht angerauscht kamen und glücklicherweise nach einer halben Stunde weiterzogen.

Wacholderrain4Kein Bad im See, sondern ein Bad in der Menge konnten wir in der Commerzbank Arena in Frankfurt nehmen bei einem Konzert des Altrockers Udo Lindenberg. Das Stadion ist wirklich beeindruckend, die Stimmung war klasse, yeah – der Altrocker kann es definitiv immer noch 🙂

UdoL3Auch die Logistik bei der An- und Abreise der rund 30.000 Fans klappt gut. Rund eine Stunde nach dem Konzert sind alle wieder relativ staufrei abgereist – nur ein paar unerschrockene Wohnmobilisten bleiben auf dem Waldparkplatz oder der angrenzenden ‚Otto-Fleck-Schneise‘ über Nacht. Da der Waldparkplatz bei unserer Ankunft bereits voll war, bekamen wir einen Parkplatz in der ‚Schneise‘ zugewiesen. Bestens auch für die Übernachtung geeignet. Morgens wird man durch die startenden Flugzeuge des nahen Flughafens geweckt.
UdoLSchlafplatz1Da drehen wir am Sonntagmorgen noch eine kleine Runde durch Frankfurt mit Frühstück im zu dieser Tageszeit recht ruhigen Bankenviertel.
Frankfurt1Und weil es schon wieder recht warm wird, machen wir auf dem Heimweg bei Karlsruhe einen Zwischenstopp am Baggersee Eggenstein. Bis auf den nahen Schießstand ist auch dieser ruhig gelegen, die Parkplätze sind für Wohnmobile allerdings etwas knapp bemessen, mit unserm 6,36m Bus ging es gerade noch so. Wer es ausprobieren möchte, die Koordinaten sind B 49.086070 L 8.371270, der See ist wirklich schön.BseeEggenstein2Aber die süddeutsche Seen-Krönung ist halt doch der Bodensee. Im Juli ist es dort schon recht voll und so verzichten wir auf umfangreiche Fahrten auf den überfüllten See-Straßen und steuern wieder direkt Sipplingen an. Im April waren wir das letzte Mal hier. Nun ist der See aber gute 10 Grad wärmer. Wir stehen wieder auf dem bewährten Platz am wirklich tollen, eintrittsfreien Strandbad.
Sipplingen21Unbedingt empfehlenswert sind die Backwaren der Bäckerei in Sipplingen, diese liegt von der Hauptstraße ein wenig zurückgesetzt zwischen einem kleinen Supermarkt und dem Seehof. Die Seelen und Laugenteile sind ein Gedicht! Aber Vorsicht: es gibt keinen Sonntagsverkauf, also über das Wochenende rechtzeitig mit allem eindecken!

Sipplingen10Direkt von unserem Parkplatz aus gibt es wirklich unzählige Wandermöglichkeiten. Man braucht dazu keine Wanderkarte, da die Wege ausgezeichnet markiert sind. Diesmal besuchten wir zum Beispiel die ‚Churfirsten‘, zu denen viele Wege führen.

Sipplingen11Die markanten Sandsteinfelsen entstanden durch Erosion in der Nacheiszeit. Nicht ganzu so spektakulär wie im Südwesten der USA, aber immerhin.

Sipplingen13Eine härtere Steinschicht blieb oben als ‚Mütze‘ erhalten, welche die Erosion des weichen Sandsteines reduziert. Rund um die ‚Churfirsten‘ gibt es Bäume, die ein wenig an die Redwoods in Californien erinnern und eine große Wiese mit netten Bänkchen zum Verweilen oder Picknicken.

Sipplingen14Super Aussichten bietet der Otto-Hagg-Weg, welcher direkt am Parkplatz von Sipplingen startet. Der kleine Pfad schlängelt sich in steilen Serpentinen den Hang hinauf.

Sipplingen27Auch dort gibt es jede Menge Bänke, welche von Mitbürgern gestiftet wurden (ein kleines Schild an jeder Bank nennt die Namen der Wohltäter). Wieder über Serpentinen geht es durch Wald und Wiesen und über kleine Brücken hinunter zum Blütenweg. Dieser ist zu wohl besonders zur Zeit der Obstbaumblüten sehenswert – aber auch im Sommer gut zu laufen, entweder weiter nach Ludwigshafen oder zurück nach Sipplingen.Sipplingen24Aber, wie gesagt, die Wandermöglichkeiten sind unzählig und zur Abkühlung ist der See immer in der Nähe. Wir werden wiederkommen.

Ein Wochenend-Ausflug führte uns Anfang August in die ‚Barockstadt‘ Rastatt ein nettes Städtchen im Ortenaukreis mit einem schönen Wochenmarkt in der Altstadt und etlichen barocken Bauten, hier das Schloß:

Rastatt Schloss JuergenGanz in der Nähe von Rastatt gibt es bei Iffezheim einen wirklich tollen, sauberen Baggersee mit vielen Parkplätzen und wenig Besucherandrang. Im Großraum Freiburg wäre solch ein See knallevoll.

Rastatt See UschiAuf den Parkplätzen am See wäre auch ein Übernachten möglich, man steht allerdings mitten im Wald. Und da wir abends gerne ein wenig Fernsehen (aus dem Fenster des Ducatos natürlich) haben wir als Übernachtungsplatz den Deich in der Nähe der Staustufe Iffezheim erwählt. Man hat dort einen erstklassigen Blick auf die vorbeiziehende Rheinschiffe.Iffezheim5

 

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