Kroatien August 2014

Der neue Bus ist zwar bestellt, für den Sommerurlaub 2014 müssen wir uns jedoch noch etwas anderes einfallen lassen. Wir wollen nicht 3 Wochen an einem einzigen Ort verbringen, sondern ‚bus-like‘ ein wenig rumreisen, mit Übernachtungen in Appartements. Mitten in der Hochsaison  sind diese oft ausgebucht, so dass wir den bewährten Weg über booking.com gewählt und alles rechtzeitig gebucht haben. Unsere kleine Rundreise führt uns über den Iseosee nach Istrien und Krk und über den Gardasee wieder zurück.

Unseren ersten Stopp am Lago d’Iseo erreichen wir nach gut 4 Stunden Fahrt. Der See liegt in der Region Franciacorta in der Lombardei und ist touristisch auch in der Hochsaison nicht überlaufen. Wir haben ein Zimmer in der Pension B&B Aria di Lago. Die junge Vermieterin ist ausgesprochen nett und gibt uns viele Tipps rund um den See. Wettermäßig haben wir Glück: nach vielen Regentagen scheint hier die Sonne, sehr gut zum Wandern und für Erkundungen rund um den See.

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Von unserer Unterkunft aus gibt es eine Seepromenade in das schöne Örtchen Paratico

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mit malerischem Ortskern, in welchem an diesem Wochenende ein kleines Fest mit Künstlern und Kunsthandwerker stattfindet.

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Zum Aperol Spritz gibt es hier jede Menge leckere Häppchen dazu – bella Italia!

20140802_174927143_iOSZum Schnäppchen-Shoppen sei übrigens das nahe Franciacorta-Outlet-Village empfohlen. Leider hatten wir zum Bildermachen vor lauter Einkaufstaschen keine Hand mehr frei 😉

Nach zwei Übernachtungen geht es weiter Richtung Kroatien. Die Autobahnen sind voll, aber gut ausgebaut – bis zur slowenischen Grenze. Ab da schlängelt sich eine kleine Landstraße durch das Land – trotzdem muss für die paar Kilometer bis zur kroatischen Grenze eine Maut bezahlt werden. 7 Tage kosten 15€, zurück wollen wir ja auch wieder und kaufen deshalb zähneknirschend eine Monatsvignette für 30€ *grummel*. Die Hälfte der paar Kilometer in Slowenien verbringen wir zudem im Stau, da die slowenischen Zöllner die Autos bei der Ausreise(!) nach Kroatien kontrollieren *doppelgrummel*.

So kommen wir mit etwas Verspätung, aber immer noch am Mittag bei unserer nächsten Unterkunft, der Villa Adamovic an. Wieder finden wir sehr freundliche Vermieter und ein schönes Appartement vor. Aber es ist heiß, drum geht es zunächst gleich mal ans Wasser:

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Unser kleines Appartement liegt sehr ruhig in der kleinen Ortschaft Babici, in Norden Istriens. Wir haben im 2.OG einen großen Balkon mit einer wirklich tollen Rundumsicht

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Zum Meer fährt man einen guten Kilometer. Obwohl in der dortigen kleinen Ortschaft Lovrecica nichts los ist, sind die Parkgebühren äußerst selbstbewusst. Insbesondere mit dem Wohnmobil wird man uns da nie sehen: 120 Kuna, rund 16€, sind definitiv zu viel für das Parken am Tag. Vielleicht ist ja auch deshalb dort so wenig los 😉 Da uns auch nicht erschließt, wo man da was zahlen soll, parken wir zunächst mal gratis.

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Nachts möchte man in der Ortschaft nicht mal für Geld Wohnmobile sehen. Wobei das Übernachten in Wohnmobilen außerhalb von Campingplätzen in Kroatien offiziell sowieso verboten ist.  Wie sich auf unserer Tour zeigt, wird dies aber trotzdem praktiziert.

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Am nächsten Tag finden wir dann in der ebenso nahe gelegen Ortschaft Duba einen viel schöneren Strand ohne irgendwelche Parkgebühren.

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Die Atmosphäre im Norden Istriens erleben wir als sehr entspannt. Die Leute sind freundlich, sehr viele können deutsch. Das Essen ist lecker, die Preise günstiger als in Italien, insbesondere im Gastrobereich. Es gibt zwar keine Sandstrände dafür ist das Wasser glasklar:

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Und zwar nicht nur in einigen Buchten, wie wir es auf Kreta erlebt haben, sondern flächendeckend: egal, wo wir in Istrien und Krk schwimmen – das Wasser sieht aus wie flüssiges Glas, echt toll. Das trifft auch auf die Sonnenuntergänge, die wir von unserem großen Westbalkon aus erleben.

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Nach einige Tagen fahren wir weiter in den Süden Istriens. Unser nächstes Domizil, die Villa Mirco wird von einer freundlichen Schweizerin geleitet und befindet sich dementsprechend in einem tipptopp Zustand.

20140811_054307509_iOSEs ist allerdings auch mit Abstand des schönste Haus in dieser Ortschaft. Diese macht einen schmuddeligen Eindruck. Es ist ein reines Touridorf, von Oktober bis April unbewohnt. Im August aber proppenvoll fast ausschließlich durch Slowenen.

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20140809_160703723_iOSDie Häuser machen teilweise einen erbärmlichen Eindruck, ich bezweifle, dass der hier erhoffte Verkaufspreis dieses kleinen Appartements marktgerecht ist:

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Das Angebot in den kleinen Läden der Ortschaft spiegeln die Wünsche und Bedürfnisse der hiesigen Kundschaft wider.

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Der Strand ist unattraktiv, aus den rappelvollen Strandbuden wabert Frittengeruch.

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Diese Ortschaft ist allerdings wohl eine Ausnahme im schönen Istrien. Schon ein paar Kilometer weiter südlich ist alles wieder in Ordnung: schöne Strände, klares Wasser. Und wir sind ja mobil. Hier sehen wir auch einige Wohnmobile frei stehen – geht doch!

20140810_084900252_iOSSehenswert ist unter anderem das hübsche Städtchen Pula mit seinem beeindruckenden römischen Amphitheater

20140811_145024372_iOSund dem historischen römischen Zentrum, welches vom Touristenstrom weitgehend unbeachtet auf einem Hügel vor der Hafenanlage der Stadt liegt.
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Nach der Erkundung des Süden Istriens geht es weiter auf die Insel Krk. Dort wohnen wir im House Anita mit wieder sehr freundlichen, deutschsprachigen Gastgebern. Das Studio dort ist modern und großzügig, die Lage in Krk-Stadt perfekt: ruhig gelegen und trotzdem sind es zum Felsenstrand und zur Altstadt nur wenige Minuten zu Fuß.

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Das Wasser ist wieder kristallklar

20140815_074301298_iOSda möchte man nur *platsch*

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Von unserm ‚Hausstrand‘ sieht man den Hafen und die Altstadt von Krk.

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Die Altstadt ist wirklich wunderschön, allerdings hat sich das schon rumgesprochen, es ist auch sehr voll. Morgens beim Brötchen holen aber noch nicht:

20140815_060312019_iOSÜberhaupt, die ganze Insel ist im August voll, die Straßen sind mit der Touristenflut oft überlastet, es gibt Stau. Nun, es ist eben Hauptsaison. Gut, dass wir das Auto in Krk-Stadt nicht benötigen. Trotzdem machen wir kleine Ausflüge, hier in die Bucht von Baska.

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Nach etwas mehr als einer Woche geht es wieder Richtung Heimat. Zur Vermeidung langer Fahrtzeiten machen wir einen Zwischenstopp am Gardasee, diesen kennen wir ja schon durch diverse Aufenthalte mit unserem guten, alten James Cook. Dieses Mal übernachten wir im B&B Villa Filotea, sehr schmuck aber nicht teuer, mit supernetten jungen Gastgebern. Zur Erkundung der Umgebung bekommen wir Fahrräder.

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Die Ortschaft Desenzano del Garda gefällt uns gut. Es ist nicht so überlaufen wie im benachbarten Sirmione – und der See einfach schön. Und dann geht es wieder heimwärts!

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Resümee: die Rundreise mit PKW und gebuchten Appartements war prima, trotzdem freuen wir uns auf unseren neuen Campingbus. Und mit diesem wollen wir auch Kroatien dann weiter erkunden!

 

 

 

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Eine Antwort zu Kroatien August 2014

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